In meinem Kopf ordnen sich die Gedanken... gut und böse.
Immer bedacht das Richtige zu tun, versuche ich zu begreifen was den Menschen dazu führt aus den Schranken des Korrekten zu brechen. Theorien, die Menschen als von Grund auf schlecht betrachten, oder die Gesellschaft verantworten, überzeugen mich nicht.
Denn wenn ich an etwas glauben kann, dann an die Tatsache, dass der Mensch von Grund auf das kollektive Bewusstsein der Werte innehat. Nicht anerzogen, sondern angeboren. Die Gebote des menschlichen Zusammenlebens kriegen wir in die Wiege gelegt.
Was jedoch bringt uns zum Handeln entgegen dieses Bewussteins?
Vielleicht ist es der unaufhörliche Drang des Individualismus der uns dazu antreibt gegen ein Kollektiv zu streben. Vielleicht streben wir gegen dieses reinste aller Kollektive an, wenn wir nicht in der Lage sind unsere Individualität in der Gesellschaft auf andere Art und Weise auszuleben. Und vielleicht wollen wir uns durch diese Handlungen das Vorhandensein unseres immer gefangeneren "freien" Willens beweisen.
Grade dieser Zusammenhang zwischen freiem Willen und Indivualismus wirft Fragen auf. Worin liegt der freie Wille des Menschen? Welchen Sinn hat der freie Wille, wenn die korrekte Handlungsform die Unterwerfung des Individuums bedeutet? Wie kann ich korrekt handeln und auf ethischer Ebene als Individuum existieren?
Aus dieser Perspektive kann ich der selbstauferlegten Selbstaufgabe etwas abgewinnen. Doch wieiviele besitzen die dafür nötige Charakterstärke und Willenskraft?
Zu einfach ist es die Ethik zu ignorieren und dafür herauszuragen.
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